Behandlung von Angstpatienten mit Unterstützung durch Lachgas

Behandlungsmethoden aus der Kinderzahnheilkunde haben sich auch sehr gut für erwachsene Patienten mit Zahnarztangst – sogenannte Angstpatienten – bewährt. Traumatische Erlebnisse, die Jahre zurückliegen, wirken oft noch lange nach. Wir laden Sie ein zu erleben, dass es beim Zahnarzt auch anders sein kann. „Angstpatienten“ sind bei uns gut aufgehoben. Wir nehmen uns viel Zeit für Sie. Was Sie tun müssen als Angstpatient, ist das strikte Einhalten der Termine, sonst erleben Sie immer wieder Rückschläge in der Überwindung Ihrer Angst. Wir fangen ganz „klein“ an, damit Sie wieder Vertrauen in Ihre Fähigkeiten gewinnen und sehen dann weiter. Wenn eine Behandlung unter Lokalanästhesie für Sie dennoch nicht möglich ist, können Sie sich unter Lachgas oder im Extremfall unter Vollnarkose behandeln lassen.

Behandlungsmethoden

Die zahnärztliche Behandlung bei ängstlichen Patienten oder bei schwierigeren Behandlungen wird durch die Anwendung von Lachgas sehr erleichtert. Lachgas ist ein Sedierungsmedikament, es hat eine beruhigende, entspannende Wirkung, vermindert die Schmerzempfindung und verändert das Zeitgefühl. Das Lachgas wird im Gemisch mit 70 bis 80 % Sauerstoff über eine Nasenmaske eingeatmet. In dieser geringen Konzentration ist Lachgas ungefährlich.

Sie sind während der Behandlung normal ansprechbar, können mit uns kommunizieren; die Angst und Anspannung und auch Würgereiz sind jedoch verschwunden. Lachgas wird im Körper nicht verstoffwechselt und nach der Behandlung durch Abatmen innerhalb von 3 bis 5 min vollständig aus dem Körper entfernt. Sie verlassen die Praxis ohne Nachwirkungen.

Diese Behandlungsmethode wird z.B. in den USA von fast 90 % der Zahnärzte genutzt. In Europa ist sie in Ländern wie Holland, der Schweiz und skandinavischen Ländern verbreitet. Es gibt keine Nebenwirkungen, und es gab noch nie Zwischenfälle mit dieser Sedierungsmethode.

Die Behandlung unter Lachgas ist nicht möglich

  • bei behinderter Nasenatmung
  • Kieferhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung, die nicht seit 3 Wochen ausgeheilt ist
  • obstruktiven Atemwegserkrankungen, Asthma
  • bei Schwangeren, Frauen mit aktuellen Kinderwunsch
  • Vitamin B12-Mangel, Epilepsie, Immundefekte, Multiple Sklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt
  • Patienten in psychiatrischer Behandlung (mit Medikamenteneinnahme)

Sollten Sie extreme Angst haben und einen hohen Behandlungsbedarf, so kann es durchaus angezeigt sein, die größten Hürden (z.B. das Entfernen mehrerer Zähne) erst einmal unter Vollnarkose zu nehmen. Danach werden Sie schon viel entspannter und erleichtert sein.

Die Erfahrung mit den Angstpatienten zeigt: Gemeinsam können wir die Angst in den meisten Fällen überwinden. Manche Patienten, die sich unter Lachgas behandeln ließen, sagten nach den ersten Sitzungen bereits: „ Ach, jetzt brauche ich das gar nicht mehr!“ Das ist unser schönster Lohn.

Kosten

Für die Behandlung unter Lachgas bzw. Vollnarkose kommen Kosten auf Sie zu, die wir Ihnen vorab erläutern werden.